Die UnterstützerInnen – TeilnehmerInnen der ANEF-Tagung am 17. Juni 2009 in Linz stellen fest:
1) Keine nachhaltige Energieform
Angesichts gravierender Sicherheitsdefizite und weiterer Nachteile ist Kernenergie keine nachhaltige Energieform. Deshalb fordern die UnterzeichnerInnen den möglichst raschen Ausstieg aus der Kernenergie.
2) Keine Förderung von AKW
Mit Entschiedenheit werden alle Versuche zurückgewiesen, eine Renaissance der Kernenergie unter dem Deckmantel des Klimaschutzes einzuleiten. Klimaschutz darf zu keiner Förderung der Kernenergie werden, auch nicht indirekt.
3) Keine wirtschaftliche Effizienz
Klimaschutz erfordert den besonders effizienten Einsatz der begrenzt vorhandenen Geldmittel, um möglichst rasch deutlich nachvollziehbare Effekte zu erzielen. Investitionen in den Bau neuer Kernkraftwerke sind ökonomisch nicht effizient. Sie behindern außerdem den Einsatz effizienter Instrumente zur Reduktion von Treibhausgasen, wie Energiesparen, Energieeffizienz, Kraft-Wärme Kopplung oder den forcierten Ausbau erneuerbarer Energieträger.
4) Atomkraft im Wettbewerb mit Erneuerbarer Energie
Große und unflexible Kraftwerksanlagen wie Atomkraftwerke sind im modernen Netz-Management im direkten Wettbewerb um Netzkapazitäten und Flexibilität mit den wachsenden erneuerbaren Energieträgern. Wenn der Anteil der Nuklearenergie im Strommix steigt, wird dies die Entwicklung von Energieträgern mit wirklich geringen Klimaauswirkungen behindern. Nur die Verringerung von Groß- Kraftwerksanlagen wird jene Flexibilität der Stromnetzes ermöglichen, wie sie für eine 100% erneuerbare Zukunft notwendig ist.
5) Abgabe auf Atomstrom
